Lösungsfindung

Lesen Sie jetzt das Interview mit Dipl. Soz.-Päd. Dieter Schardt. 

  • Seit wann helfen Sie professionell Kindern und Jugendlichen?

 Seit 1990 arbeite ich in verschieden Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe als Diplom Sozial-Pädagoge. Mit staatlicher Zulassung bin ich als Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut seit 1999 tätig. Ab 2010 arbeite ich psychotherapeutisch mit Kindern, Jugendlichen und deren Familien in eigener Praxis in Mülheim an der Ruhr.

 Bei seelischen Problemen von Kindern im Säuglingsalter bis zum 21. Lebensjahr biete ich umfassende Hilfe und Unterstützung an. Es gehört zum Heranwachsen von Kindern und Jugendlichen, dass es Probleme und Krisen gibt, aber manchmal sind diese nicht mehr allein oder im Familienkreis zu bewältigen. Manche Probleme können länger andauern und negative Auswirkungen auch auf die körperliche Gesundheit haben. So werden manchmal aus seelischen Störungen auch körperliche Erkrankungen. Wir helfen diese seelische Krankheiten aufzuspüren und sie zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Beschwerden zu lindern.

  • Und wie verläuft dann eine Therapie bei Ihnen und was passiert im Erstgespräch?

Es findet dann zunächst ein Erstgespräch statt, um genauer einzuschätzen, welche Hilfe die Beste ist. Es finden dann zunächst einige Probestunden (= probatorische Sitzungen) statt, um Art und Umfang der Therapie einschätzen zu können. In der Regel wird dann eine Kurzzeit- oder Langzeit-Psychotherapie durchgeführt. Die Therapiesitzungen dauern normalerweise 50 Minuten. Bei Bedarf vermitteln wir auch gerne z.B. an Ärzte, Beratungsstellen, Kliniken, Sprach- oder Ergotherapeuten. Manchmal reicht aber auch eine ausführliche Elternberatung schon aus.

Was passiert in einer Sitzung?

Wir bieten unseren Patienten einen geschützten Raum, in dem sie ihre Probleme und Verhaltensweisen darstellen und daran arbeiten können. Kinder benutzen häufig Gestaltungsmittel, wie Spiele oder Bastelmaterial, um sich zu äußern, während Jugendliche und junge Erwachsene das Gespräch suchen. So entsteht mit dem Therapeuten eine vertrauensvolle und tragfähige Beziehung. Akute Themen, die Sorgen, Wünsche, Aggressionen und Ängste auslösen, können sich entfalten und mit Hilfe des Therapeuten in Worte gefasst werden.
Ziel der psychotherapeutischen Behandlung ist es, dem Patienten neue Möglichkeiten zu eröffnen und Lösungen aufzuzeigen. Dies geschieht in der Regel in enger Kooperation mit den Eltern und falls notwendig auch in Kooperation mit Kindergärten, Schulen und anderen für das Kind wichtigen Institutionen. Übrigens, wir achten strengstens auf die Einhaltung der Schweigepflicht.

  • Und wer bezahlt das?

Die Kosten der Therapie werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen. Es gibt aber auch andere Kostenträger. Wem Diskretion wichtig ist, dem steht es frei, die Kosten selbst zu übernehmen.

  • Wie bekommt man einen Termin bei Ihnen?

In den meisten Fällen melden Eltern ihr Kind zur Behandlung telefonisch an. Oft bekomme ich aber auch Anfragen per E-Mail. Jugendliche oder junge Erwachsene bis zum 21. Lebensjahr können sich auch selbst anmelden.

  • Wie sieht das Erstgespräch aus?

Das Erstgespräch gibt beiden Seiten die Gelegenheit sich näher kennenzulernen. Zentraler Punkt ist die Beurteilung der Problematik. Wenn sich im Gespräch herausstellt, dass es sich hier um eine ernsthafte psychische Erkrankung oder Störung handelt, dann ist eine Therapie in unserer Praksis der richtige Weg zur Heilung oder Linderung.

  • Welche Therapieverfahren gibt es in Ihrer Praksis?

Ich arbeite hauptsächlich als Verhaltenstherapeut aber verstehe mich auch als systemischer Familientherapeut und benutzte viele Arbeitstechniken daraus für meine Arbeit. Meine  Therapieverfahren werden u.a. auch durch meine über 20jährige Erfahrung in der Familien- und Erziehungsberatung und durch meine interkulturelle Ausrichtung deutlich beeinflusst.